Frank Zimmermann


EU: Geschichte und Verträge

Die Geschichte der Europäischen Union

Einen Überblick über die Verträge der EU finden Sie hier.

18. April 1951: Frankreich, die Bundesrepublik Deutschland, Belgien, Luxemburg, Italien und die Niederlande unterzeichnen in Paris den Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (Montanunion, EGKS).

25. März 1957: Die sechs Länder unterzeichnen die Römischen Verträge zur Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) mit dem Ziel eines gemeinsamen Binnenmarktes. Parallel dazu wird die Europäische Atomgemeinschaft (Euratom) gegründet.

1. Juli 1967: Gründung der Europäischen Gemeinschaft (EG) durch Zusammenführen von Montanunion, Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom.

1. Juli 1968: Inkraftreten der Zollunion. Zölle im Handel innerhalb der EWG werden aufgehoben, gegenüber Drittländern gilt ein gemeinsamer Zolltarif.

1./2. Dezember 1969: Beschluss zur Schaffung einer Wirtschafts- und Währungsunion.

1. Januar 1973: Großbritannien, Dänemark und Irland treten der EG bei. Norwegen entscheidet sich in einer Volksabstimmung dagegen.

5. Dezember 1978: Das Europäische Währungssystem (EWS) wird beschlossen.

1. Januar 1981: Griechenland wird zehntes EG-Mitglied.

1. Januar 1986: Spanien und Portugal werden aufgenommen.

1. Juli 1990: Beginn der ersten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion.

15. Dezember 1990: Es wird beschlossen, die Wirtschafts- und Währungsunion sowie die politische Union (in Form der heutigen EU) zu schaffen.

7. Februar 1992: In Maastricht wird der Vertrag über die Gründung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion unterzeichnet. Die Europäische Gemeinschaft wird in Europäische Union (EU) umbenannt.

1. Januar 1993: Der Europäische Binnenmarkt entsteht. Es gilt der Grundsatz des freien Verkehrs von Menschen, Waren, Dienstleistungen und Kapital.

1. Januar 1994: Das Abkommen über die Schaffung des EWR tritt in Kraft und das Europäische Währungsinstitut (EWI) wird gegründet.

1. Januar 1995: Österreich, Finnland und Schweden treten der Europäischen Union bei. Norwegen stimmt erneut gegen einen Beitritt.

26. März 1995: Inkrafttreten des Schengener Abkommens. In den EU-Staaten mit Ausnahme von Großbritannien und Irland fallen die Grenzkontrollen weg.

2. Juni 1998: Die Europäische Zentralbank (EZB) nimmt ihre Arbeit auf.

1. Januar 1999: Der Euro wird als offizielle Währung für den bargeldlosen Handel an den Börsen eingeführt.

März 2000: Die Staats- und Regierungschefs verabschieden die Lissabon-Strategie. Die EU soll bis 2010 zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt werden.

1. Januar 2002: Der Euro wird als Bargeld in elf EU-Staaten eingeführt. Griechenland stößt ein Jahr später hinzu.

1. Mai 2004: Polen, Ungarn, Tschechien, Estland, Lettland, Litauen, die Slowakei, Slowenien, Malta und Zypern treten bei. Die EU hat damit 25 Mitglieder.

29. Oktober 2004: Die Staats- und Regierungschefs unterzeichnen in Rom den Entwurf einer europäischen Verfassung (Vertrag über eine Verfassung für Europa, VVE).

Mai/Juni 2005: Franzosen und Niederländer lehnen die Verfassung in Referenden ab.

1. Januar 2007: Am 1. Januar 2007 werden Rumänien und Bulgarien in die Union aufgenommen. Die EU umfasst nunmehr 27 Mitgliedstaaten mit fast einer halben Milliarde Menschen.

13. Dezember 2007: Die Staats- und Regierungschefs aller 27 Mitgliedstaaten unterzeichnen den Lissabon-Vertrag (auch EU-Grundlagenvertrag bzw. -Reformvertrag), der den abgelehnten Vertrag über eine Verfassung für Europa (VVE) ersetzen soll.

12. Juni 2008: In Irland wird scheitert das Referendum über den Lissabon-Vertrag. Der Ratifizierungsprozess gerät ins Stocken.

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